Zum dritten Mal in Folge darf sich die Wirtschaftsschule wieder "Umweltschule in Europa" nennen. Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Umweltminister Söder die Auszeichnung.
Die Verantwortung für unsere Umwelt, die Hungerkatastrophen in vielen Teilen der Welt, aber gleichzeitig der verschwenderische Umgang mit Lebensmitteln und anderen wertvollen Ressourcen in unserer Gesellschaft gaben den Anstoß für den ersten Schöpfungstag für die 8. und 9. Klassen der Wirtschaftsschule.
Wie Frau Äbtissin M. Petra Articus in ihrer Einführung sehr bildhaft erläuterte, ging es an diesem Tag um die Verantwortung füreinander, für die zukünftigen Generationen und vor allem um die Bewahrung der Schöpfung. Frau Heerde von MISEREOR Bayern weckte in den Schülerinnen das Bewusstsein für kritisches Konsumverhalten als einer Möglichkeit des aktiven Handelns, um Lebensmitteln wieder mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Noch nie haben auf der Welt so viele Menschen gehungert wie heute, noch nie wurden mit jährlich 2,3 Milliarden Tonnen Getreide so viele Lebensmittel produziert, aber nur 47% dieser Ernte dienen der menschlichen Ernährung – der Rest wird zu Tierfutter, Sprit und Industrierohstoffen weiterverarbeitet.
Den Umgang mit den Gaben der Schöpfung erlebten die einzelnen Gruppen ganz unterschiedlich. Die Mädchen bastelten allerlei Naturschmuck, verwandelten sich in bildhafte „Elfen“ oder aber informierten sich über die Arbeit der Landshuter Tafel. Eine andere Gruppe zeigte imposant, wie „fruchtbringend“ die Palme sein kann und welch schier uner“schöpflichen“ Reichtum an Geschenken sie für den Menschen bereithält. Auch die Auseinandersetzung mit Umweltsiegeln sollte für bewussten Einkauf sensibilisieren.
In der Aula präsentierten alle Gruppen ihre Werke, die das Motto des Schöpfungstages „Bitte höre nicht auf zu träumen von einer besseren Welt.....“ nicht besser hätten würdigen können
Als auf dem Weg durch den Stadtpark an der Isar entlang zum Abschluss des ersten Schöpfungstages auch noch die Sonne durch die Wolken brach, wurde allen Teilnehmern die Schönheit der Natur besonders bewusst. Mit dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus hatte der Tag begonnen, mit einer meditativen Besinnung in der Christuskirche endete er. Damit schloss sich der Kreis und die Herbstferien konnten beginnen – mit dem Wunsch, nächstes Jahr einen zweiten Schöpfungstag folgen zu lassen.
- Bericht zum Schöpfungstag.pdf
- Schöpfungstag in Seligenthal (Landshuter Zeitung / 05.11.2011)
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